General Motors

Der Automobilkonzern General Motors vereint gleich mehrere Automarken unter einem Dach: GMC, Chevrolet und Opel sind wohl die wichtigsten, gerade auch auf dem europäischen Markt. Darüber hinaus gehören folgende Automarken zu dem weltweit operierenden, US-amerikanischen Konzern: Buick, Cadillac, Corvette, Pontiac, Saturn, Vauxhall, Daewoo, Hummer und Saab. Die meisten Automarken werden in den vorwiegend in den USA produziert, es gibt jedoch einige Ausnahmen. Opel beispielsweise wird primär in Deutschland entwickelt und produziert, Daewoo in Südkorea, Saab in Schweden. Dies sind auch die Automarken, in denen sich General Motors im Laufe der Jahre eingekauft hat, um Marktanteile auszubauen und um vom Knowhow der einzelnen Automarken zu profitieren. Über Jahrzehnte hinweg hat General Motors sich auf dem amerikanischen Markt auf SUVs, Vans und Pickups konzentriert, hat also Autos mit einem großen Hubraum und hohem Spritverbrauch auf dem Markt angeboten. Und dabei einen Kauftrend verpasst – die Bevölkerung hat sich in Zeiten der Wirtschaftskrise, gesteigertem Umweltbewusstsein und steigenden Spritkosten hin zu kostengünstigeren Autos hin umorientiert – wenn sie überhaupt in neue Autos investiert haben. So ist für General Motors ein wichtiger Absatzmarkt eingebrochen, und auch weltweit ist der Autoverkauf zwischen 2007 und 2009 stark eingebrochen – in der Summe führte dies 2009 zur Insolvenz des Konzerns. Und in der Folge zu nicht unerheblichen staatlichen Finanzspritzen, insbesondere durch die US-Regierung. Aber auch andere Staaten stellten einiges an Fördermitteln zur Verfügung, um die jeweiligen Produktionsstandorte in ihrem Land und damit auch Arbeitsplätze zu erhalten. Dass General Motors einen Trend versäumt hat, ist nicht nur an den fallenden Absatzzahlen zu erkennen. Sondern auch direkt daran, dass der ehemals weltgrößte Automobilhersteller von dem Autobauer Toyota den 1. Rang bei den Absatzzahlen hat ablaufen lassen – einer Automarke, die es versteht, kleine, günstige und spritsparende Autos herzustellen.


© JB / pixelio.de

General Motors hat seinen Firmensitz in Detroit / USA. Wobei die General Motors Corporation 1908 gegründet und 2009 wegen Insolvenz aufgelöst wurde, und im nachfolgenden von der General Motors Company, eine Limited Liability Company weitergeführt wurde. Im Jahre 2008 zählte der Konzern rund 243.000 Mitarbeiter. 2007 erwirtschaftete der Konzern einen Jahresumsatz in Höhe von 181,1 Milliarden Dollar – aber auch den größten Verlust seiner Geschichte, mit 38,7 Milliarden US-Dollar. Auch im Folgejahr 2008 machte der Konzern wieder einen Milliardenverlust, den vierten in Folge und der Anfang vom (vorläufigen) Ende für das Traditionsunternehmen.

Die Insolvenz 2009 war und ist für den Automobilhersteller aber auch eine Chance – die, sich von Grund auf zu rehabilitieren, weitgreifende Einsparmaßnahmen umzusetzen und nicht mehr zukunftsträchtige Automarken abzustoßen. Neu und zukunftsorientiert aufgestellt wird General Motors auch künftig zu den größten Autobauern der Welt gehören. Denn dass Fehler gemacht wurde, das hat der Konzern auf schmerzliche Art und Weise erkannt.